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Wohnung von privat verkaufen: Was muss ich beachten?

Wohnung von privat verkaufen: Was muss ich beachten?

Sie möchten Ihre Eigentumswohnung von privat verkaufen und fragen sich, worauf Sie dabei achten müssen? Ein privater Wohnungsverkauf kann eine interessante Alternative zum Verkauf über einen Immobilienmakler sein. Gleichzeitig gibt es einige wichtige Punkte, die Eigentümer vor und während des Verkaufs berücksichtigen sollten.

Von der Vorbereitung der Wohnung über die benötigten Unterlagen und die Preisfindung bis zur notariellen Beurkundung gibt es mehrere Schritte. Wer den Ablauf kennt und den Verkauf sorgfältig vorbereitet, kann unnötigen Aufwand vermeiden.

Wohnung von privat verkaufen – wie funktioniert das?

Beim Verkauf von privat wird die Wohnung ohne klassischen Immobilienmakler angeboten. Der Eigentümer sucht selbst einen Käufer oder wendet sich direkt an einen bereits interessierten Käufer.

Wenn Sie Ihre Wohnung ohne Makler verkaufen möchten, können Sie den Verkaufsprozess selbst organisieren oder direkt mit einem konkreten Käufer sprechen.

Der eigentliche Immobilienkauf wird anschließend notariell abgewickelt. Der Kaufvertrag wird vom Notar vorbereitet und beurkundet. Nach der Beurkundung folgen die weiteren rechtlichen und finanziellen Schritte bis zur Eigentumsumschreibung.

Welche Vorteile kann ein privater Verkauf haben?

Ein Verkauf von privat kann insbesondere dann interessant sein, wenn Sie den Verkaufsprozess möglichst direkt gestalten möchten.

Direkter Kontakt zum Käufer

Sie sprechen unmittelbar mit dem potenziellen Käufer und können Fragen zum Objekt und zum gewünschten Ablauf direkt besprechen.

Keine klassische Maklervermarktung

Bei einem direkten Verkauf muss die Wohnung nicht zwingend öffentlich über Immobilienportale beworben werden. Das kann insbesondere für Eigentümer interessant sein, die Wert auf einen diskreten Verkauf legen.

Weniger Besichtigungen

Bei einer klassischen Vermarktung können zahlreiche Interessenten eine Besichtigung wünschen. Bei einem direkten Verkauf kann sich der Prozess auf einen konkreten Kaufinteressenten konzentrieren.

Welche Unterlagen brauche ich für den Verkauf?

Welche Unterlagen benötigt werden, hängt vom jeweiligen Objekt ab. Bei einer Eigentumswohnung sind insbesondere Unterlagen rund um die Wohnungseigentümergemeinschaft und das konkrete Wohnungseigentum wichtig.

Eine ausführliche Übersicht finden Sie in unserem Ratgeber Unterlagen für den Verkauf einer Eigentumswohnung.

Dazu können unter anderem gehören:

  • Grundbuchauszug beziehungsweise die relevanten Grundbuchdaten
  • Teilungserklärung und Gemeinschaftsordnung
  • Aufteilungsplan
  • Wohnflächenangaben
  • Energieausweis
  • Informationen zum Hausgeld
  • Wirtschaftsplan
  • aktuelle beziehungsweise relevante Jahresabrechnungen
  • Informationen zu Instandhaltungsrücklage und geplanten Maßnahmen
  • Unterlagen zu Stellplatz, Garage oder sonstigen mitverkauften Bestandteilen

Nicht jede Wohnung benötigt dabei exakt dieselben Unterlagen. Wenn Sie unsicher sind, welche Dokumente für Ihr Objekt erforderlich sind, sollten Sie dies frühzeitig klären.

Wie finde ich den richtigen Verkaufspreis?

Der Verkaufspreis ist einer der wichtigsten Punkte beim Wohnungsverkauf. Eine zu hohe Preisvorstellung kann den Verkauf unnötig verlängern. Ein zu niedriger Preis kann dagegen zu einem unnötigen finanziellen Nachteil führen.

Für die Einschätzung spielen unter anderem die Lage, Wohnfläche, Zimmeranzahl, Etage, Baujahr, Zustand, Ausstattung, Balkon oder Terrasse, Stellplatz, Hausgeld und die Situation der Wohnungseigentümergemeinschaft eine Rolle.

Muss ich die Wohnung vor dem Verkauf renovieren?

Nein, eine umfassende Renovierung ist nicht in jedem Fall erforderlich.

Ob sich Renovierungsarbeiten vor dem Verkauf lohnen, hängt vom Objekt und vom geplanten Verkaufsweg ab. Bei einer stark renovierungsbedürftigen Wohnung können umfangreiche Arbeiten schnell erhebliche Kosten verursachen.

Wenn Sie vor dieser Entscheidung stehen, können Sie auch unseren Ratgeber Wohnung vor dem Verkauf renovieren oder direkt verkaufen lesen.

Wenn Sie keine größere Summe mehr in die Wohnung investieren möchten, kann auch ein Verkauf im bestehenden Zustand eine Option sein.

Kann ich eine Wohnung mit Renovierungsstau verkaufen?

Ja. Auch Wohnungen, die seit längerer Zeit nicht modernisiert wurden, können verkauft werden.

Das kann beispielsweise Wohnungen mit alten Böden, älteren Badezimmern, veralteten Küchen oder allgemeinem Renovierungsstau betreffen.

Mehr Informationen finden Sie im Ratgeber Wohnung mit Renovierungsstau verkaufen.

Für einen privaten Käufer kann gerade der bestehende Zustand interessant sein, weil dieser die notwendigen Arbeiten selbst planen und durchführen kann.

Was passiert mit Möbeln und Hausrat?

Eine Wohnung muss nicht in jedem Fall bereits vollständig leer sein, bevor Sie einen Käufer suchen.

Wenn sich noch Möbel, Hausrat oder andere Gegenstände in der Wohnung befinden, sollte dies offen kommuniziert werden. Je nach Vereinbarung kann eine Entrümpelung vor oder nach dem Verkauf organisiert werden.

Wie läuft der Verkauf beim Notar ab?

Ein Grundstücks- oder Wohnungskaufvertrag muss notariell beurkundet werden. Der Notar erstellt beziehungsweise koordiniert den Kaufvertrag und erläutert den Beteiligten den Vertragsinhalt.

Mehr über den Ablauf erfahren Sie im Ratgeber Wohnungsverkauf beim Notar – so läuft die Beurkundung ab.

Erst mit der notariellen Beurkundung wird der Kaufvertrag rechtswirksam geschlossen. Anschließend kümmert sich der Notar um die weiteren erforderlichen Schritte im Zusammenhang mit der Eigentumsübertragung.

Welche Kosten entstehen beim privaten Wohnungsverkauf?

Die Kosten hängen von den Umständen des jeweiligen Verkaufs ab. Zu berücksichtigen können beispielsweise Kosten für erforderliche Unterlagen, einen Energieausweis, gegebenenfalls einen Immobilienmakler oder steuerliche beziehungsweise rechtliche Beratung gehören.

Welche Kosten tatsächlich entstehen und wer diese trägt, sollte vor dem Verkauf geklärt werden.

Wohnung von privat verkaufen – Schritt für Schritt

1. Wohnung und Unterlagen vorbereiten

Sammeln Sie die wichtigsten Informationen und Unterlagen zu Ihrer Wohnung.

2. Verkaufsstrategie festlegen

Überlegen Sie, ob Sie öffentlich vermarkten oder zunächst gezielt einen privaten Käufer suchen möchten.

3. Interessenten kontaktieren

Übermitteln Sie die Eckdaten Ihrer Wohnung und klären Sie die grundsätzliche Kaufbereitschaft.

4. Besichtigung durchführen

Wenn die Eckdaten passen, sollte eine persönliche Besichtigung erfolgen.

5. Kaufpreis und Bedingungen vereinbaren

Bei Interesse werden Kaufpreis und weitere wichtige Bedingungen des Verkaufs besprochen.

6. Notarielle Beurkundung

Der vereinbarte Kauf wird durch einen notariellen Kaufvertrag formalisiert.

Für wen kann ein direkter Verkauf besonders interessant sein?

Ein direkter Verkauf kann beispielsweise für Eigentümer interessant sein, die möglichst wenig Aufwand mit der Vermarktung haben möchten oder ihre Wohnung nicht über Immobilienportale öffentlich anbieten wollen.

Auch Eigentümer einer renovierungsbedürftigen Wohnung können prüfen, ob ein Verkauf im bestehenden Zustand sinnvoller ist als eine vorherige umfangreiche Renovierung.

Fazit: Wohnung von privat verkaufen

Ein privater Wohnungsverkauf ist grundsätzlich gut planbar, wenn die wichtigsten Informationen und Unterlagen frühzeitig zusammengestellt werden.

Besonders wichtig sind eine realistische Einschätzung des Objekts, eine transparente Kommunikation über den Zustand der Wohnung und eine sorgfältige notarielle Abwicklung.

Wenn Sie Ihre Wohnung in Bonn, Köln oder Umgebung von privat verkaufen möchten, können Sie sich auch dann melden, wenn die Wohnung renovierungsbedürftig ist oder noch Hausrat enthält.

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